Mystik, Magie und Drachenblut

Die Drachenbäume im Norden der Insel sind ein unbedingtes Muss, wenn man Urlaub auf La Palma macht.

Die Natur bietet immer wieder tolle Sehenswürdigkeiten, aber selten mit einer so unterhaltsamen Vorgeschichte.

Der 100 köpfige Drachen „Ladón“ bewachte den Baum der Jugend mit zwölf goldenen Äpfeln im Garten der Hesperiden, dem Garten der hellsingenden Töchter oder auch Nymphen. Drachen werden in der Regel von Helden besiegt, so ist es auch in dieser Geschichte. Herkules, der Sohn von Zeus köpfte „Ladón“ und stahl die wertvollen Äpfel. Aus den Blutropfen des Drachen sind die Keimlinge für den heutigen Drachenbaum entstanden und daher ist es auch nicht verwunderlich, dass der älteste Baum ein geschätztes Alter zwischen 400 und 600 Jahren hat. Der Drachen schlummert wirklich noch in diesen Bäumen, denn er blüht wann er will und wenn man ihn ritzt, so „blutet“ er roten Harz. In der heutigen Zeit wird es zu Pulver verarbeitet. Genauso mythisch wie die Entstehung, ist auch die Verwendung des Pulvers. Angezündet wirkt es als „Atem des Drachen“ der den ganzen Körper einer Person bedeckt und dadurch böse Geister, Dämonen und negative Energien besiegen soll. Atmet man es in Kombination mit Weihrauch ein, dann soll ein erfülltes Liebesleben folgen.

Im Mittelalter wurde es als Naturheilmittel für die kleinen und großen Wehwehchen zur innerlichen und äußerlichen Anwendung angepriesen. Selbst als Holzschutz- und Färbemittel wurde es von spanischen Eroberern verwendet.

Berühmt für La Palma sind die Zwillingsbäume in Puntagorda, im Norden der Insel. Fahren Sie unbedingt vorbei und mit etwas Glück, gehören Sie zu den Wenigen, die die Blüte dieser Bäume bewundern können, die das erste Mal nach 15 Jahren zum Vorschein kommt und danach alle 4 – 5 Jahre.